Breitbandausbau Gemeinde Dautmergen

Die Corona-Pandemie hat uns deutlich gezeigt, dass die Digitalisierung in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen dringend vorangetrieben werden muss. Voraussetzung dafür ist eine flächendeckende Versorgung für Privathaushalte, Gewerbebetriebe und Schulen mit gigabitfähigen Glasfasernetzen.

Erfreulicher Weise können die Arbeiten für den Bau des innerörtlichen kommunalen Glasfasernetzes in Dautmergen, welches großzügig von Bund und Land mit bis zu neunzig Prozent gefördert wird, am 07.09.2020 beginnen.

Die geplante Leitungstrasse verläuft vom Übergabepunkt der NetCom in der Leidringer Straße über die Blumenstraße in die Grabenstraße zur Schulstraße und von dort weiter über die Blumenstraße in die Nelken- und Rosenstraße.

Im Zuge dieser Anbindung ist für jedes an der Trasse liegende Gebäude geplant, Hausanschluss-Abzweige bis zur jeweiligen Grundstücksgrenze und teilweise auch, je nach Fördervorschriften, Hausanschlüsse, zu erstellen.
Nähere Informationen haben alle Eigentümerinnen und Eigentümer entlang der Trassen mit einem gesonderten Anschreiben erhalten.

Aufgrund den Förderbedingungen möchten wir hiermit den Telekommunikationsunternehmen die Möglichkeit geben, ein Mitverlegungsinteresse anzuzeigen. Das Interesse ist bis spätestens 01.09.2020 an info@gemeinde-dautmergen.de anzuzeigen. Nach Ablauf der Frist, können keine Mitverlegungswünsche mehr berücksichtigt werden.


Bericht

Spatenstich Breitbandausbau Dautmergen

Am vergangenen Montag, 07.09.2020 war es soweit! Mit dem offiziellen „Spatenstich“ begann die Breitbanderschließung in unserer Gemeinde mit den Tiefbauarbeiten/Grabarbeiten durch die beauftragte Firma Furkan-Bau aus Darmstadt.
Die anwesenden Vertreterinnen/Vertreter von Landratsamt, Komm.Pakt.Net, Förderstelle AteneKOM, Planungsbüro RBS wave und Zollernalb Data bescheinigten der Gemeinde Dautmergen eine „Pionierleistung“, da die Gemeinde die erste Kommune im Zollernalbkreis ist, welche speziell und für die Einwohnerschaft die Breitbanderschließung, ohne sonstige Mitverlegung von Kanal oder Wasserleitung, betreibt. Während der Corona-Zeiten wurde zunehmend verdeutlicht, wie wichtig die digitale Ausstattung einer Gemeinde für Lernzwecke der Schule, aber insbesondere auch Home-Office, ist und wie schnelllebig sich dieser Sektor entwickelt.

Im 1. Bauabschnitt wird die Backbone-Anbindung über die Leidringer Straße, Blumenstraße, Grabenstraße bis zur Schulstraße 4 mit gleichzeitiger innerörtlicher Erschließung erfolgen und zusätzlich die innerörtliche Erschließung von Nelkenstraße, Blumenstraße und Rosenstraße. In einem weiteren Abschnitt wird dann wohl Ende 2020/Anfang 2021 die Ausschreibung zur innerörtliche Erschließung des Baugebiets „Ob Gärten“ erfolgen können. Förderanträge für diese geplanten Erschließungsabschnitte sind gestellt und mit bislang 510.000,– € bewilligt. Leider sind zum jetzigen Zeitpunkt weitere Erschließungen noch fraglich, da bislang die bestehenden Förderrichtlinien der EU entgegenstehen.

Die bisherige Problematik besteht in der Zuordnung sog. „weißer“ und „grauer“ Bereiche, die eine Unterversorgung bzw. ausreichende Versorgung mit einer Aufgreifschwelle von lediglich 30 Mbit/s darstellen, und im „weißen Fleck“ die Bezuschussung ergeben und im „grauen Fleck“ bislang leider nicht.

Hoffnungsvoll zeigt sich die neueste Info bzw. der neueste Hinweis im Staatsanzeiger Baden-Württemberg am vergangenen Freitag, den 04.09.2020, dass sich die EU und der Bund (vertreten durch das Bundesverkehrsministerium) auf eine Erhöhung der Aufgreifschwelle bis zum 31.12.2022 auf 100 Mbit/s geeinigt haben.

Diese Neuerung zur Erweiterung der Bezuschussung wird durch das Landratsamt, Komm.Pakt.Net und AteneKOM geprüft und wir erhoffen uns durch diese Entwicklung eine insgesamte Zuordnung unseres Gemeindegebiets zum sog. „weißen Fleck“ und somit zur Zuschussberechtigung.
Sobald uns neue Erkenntnisse vorliegen, werden wir die Einwohnerschaft hierüber informieren.

Die jetzt vorgesehene Bauphase wird 6-8 Wochen in Anspruch nehmen, wobei wir als Lagerfläche für Kabeltrommeln und Materialien den Bereich neben dem Sportheim und die Fläche des ehemaligen Gasthauses Rössle ausweisen konnten.

Das Bild zeigt von links nach rechts: Herr Grathwohl (RBS wave), Dezernent Karl Wolf und die für Dautmergen zuständige Sachbearbeiterin Julia Bisinger vom LRA, 3 Vertreter der Firma Furkan-Bau, Bürgermeister Hans Joachim Lippus, Frau Kirchner von AteneKOM, Herr Rölle als Geschäftsführer von Komm.Pakt.Net und Herr Eppler, kaufmännischer Leiter der Zollernalb Data